Konferenz „Digitale Souveränität der sächsischen Hochschulen“ (08. & 09.12.25)

Die gegenwärtigen Abhängigkeiten von internationalen Plattformen, proprietären Softwarelösungen und außereuropäischen Cloud-Diensten bergen erhebliche Risiken für unsere Datenhoheit, wissenschaftliche Integrität und langfristige Innovationsfähigkeit. Der digitale Raum der Hochschulen steht stärker denn je vor der Herausforderung, gestaltungsfähig und sicher zu bleiben. Der AKD der LRK Sachsen und das SMWK laden daher zur Fachkonferenz „Digitale Souveränität sächsischer Hochschulen“ ein.

In Zeiten geopolitischer Spannungen werden sicher geglaubte Handelsbeziehungen und technologische Allianzen zwischen Staaten auf die Probe gestellt. Der digitale Raum der Hochschulen steht stärker denn je vor der Herausforderung, gestaltungsfähig und sicher zu bleiben. Unser europäisches Verständnis von Gemeinwesen, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit soll sich in diesem Digitalraum abbilden.

Die Fähigkeit, digitale Werkzeuge, Plattformen und Daten souverän zu kontrollieren und weiterzuentwickeln, entscheidet darüber, ob Bildungs- und Forschungseinrichtungen ihre wissenschaftliche Autonomie bewahren und Innovation eigenständig gestalten können.

Im Vordergrund der Konferenz stehen u.a. nachfolgende Fragen:

  • Wie kann die Kontrolle über Forschungsdaten, Software, IT-Infrastrukturen und digitale Dienste langfristig gesichert werden? Wie lässt sich eine sinnvolle Balance zwischen internationaler Zusammenarbeit und digitaler Selbstbestimmung erreichen?
  • Welche Rolle spielen Open Source-Lösungen, föderierte Plattformen und europäische Cloud-Initiativen für die Hochschulen? Welche Kriterien bzw. Grundsätze möchten wir als sächsische Hochschulen für die Bereitstellung von IT und Digitalisierungswerkzeugen beachten?
  • Welche konkreten Maßnahmen sind auf politischer Ebene erforderlich, z.B. im Bereich Beschaffung, Fördermöglichkeiten für alternative Angebote, regulatorischer Rahmenbedingungen, um Hochschulen bei der Umsetzung digital souveräner Infrastrukturen und Software zu unterstützen?
  • Wie können wir Hinderungsgründe für gemeinsam gelebte, souveräne Digitalität an sächsischen Hochschulen auflösen?

Die Veranstaltung bietet ein Forum für den intensiven Austausch zwischen Leitungs- und Fachebene. Am ersten Tag befassen wir uns mit Impuls- und Diskussionsbeiträgen sowie praxisnahen Beispielen, die Wege zu einer souveränen digitalen Hochschulinfrastruktur aufzeigen. Am zweiten Tag arbeiten wir in vier Themeninseln an Lösungsansätzen für sächsische Hochschulen. Im beiliegenden Programm erfahren Sie Näheres.

Als Fachexperten begrüßen wir unter anderem Prof. Dr. Ramin Yahyapour, Geschäftsführer der Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung mbH Göttingen sowie Vertreter der Landesverwaltung Schleswig-Holstein und des Zentrums für digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung.

Organisatorische Details, die Agenda sowie eine Möglichkeit zur verbindlichen Anmeldung finden Sie im Beteiligungsportal.