
Digitale-Dienste-Portfolio
Die Digitalisierung verändert Forschung, Lehre und Verwaltung an Hochschulen grundlegend. Um diese Transformation effizient und nachhaltig zu gestalten, gewinnt die hochschulübergreifende Kooperation bei IT-Infrastrukturen und digitalen Diensten zunehmend an Bedeutung.
Das Projekt Erweiterung der Geschäftsstelle des Arbeitskreises Digitalisierung (AKD) – IT und Digitale Dienste verfolgt das Ziel, analytische Grundlagen, konzeptionelle Strukturen und organisatorische Rahmenbedingungen für ein gemeinsames Digitale-Dienste-Portfolio der sächsischen Hochschulen zu schaffen. Auf dieser Grundlage sollen langfristig kooperative IT-Services, gemeinsame Standards sowie neue Formen der Zusammenarbeit im Betrieb digitaler Dienste entwickelt werden.
Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie digitale Dienste künftig effizient gemeinsam konzipiert, beschafft, betrieben und weiterentwickelt werden können. Durch die Bündelung von Kompetenzen und Ressourcen sollen Synergien genutzt, Kosten reduziert und gleichzeitig Qualität und Verfügbarkeit digitaler Dienste verbessert werden.
Das Projekt leistet damit einen zentralen Beitrag zur Strategie der digitalen Transformation im Hochschulbereich des Freistaats Sachsen, insbesondere zum Handlungsfeld „IT und Digitale Dienste“.
Ziel des Projekts ist der Aufbau eines koordinierten Digitale-Dienste-Portfolios für die sächsischen Hochschulen. Dafür werden zunächst die bestehenden digitalen Dienste analysiert, Anforderungen der Hochschulen erfasst und Konzepte für gemeinsame Dienste entwickelt.
Die zentralen Ziele sind:
- Stärkung der hochschulübergreifenden Kooperation im Bereich IT und digitale Dienste
- Aufbau eines gemeinsamen Digitale-Dienste-Portfolios
- Entwicklung gemeinsamer Standards, Governance-Modelle und Betriebsstrukturen
- Identifikation von Synergiepotenzialen bei Beschaffung, Betrieb und Weiterentwicklung
- Vorbereitung konkreter Umsetzungsprojekte für gemeinsame digitale Dienste
Langfristig sollen dadurch Kosten reduziert, Ressourcen effizienter genutzt und die Qualität digitaler Dienste verbessert werden.

Digitale-Dienste-Landkarte sächsischer Hochschulen
Zu Beginn des Projekts wird eine systematische Übersicht über die bestehenden digitalen Dienste der sächsischen Hochschulen erstellt.
Dabei werden unter anderem erfasst:
- vorhandene Dienste und ihre Nutzung
- technische und organisatorische Eigenschaften
- Kosten- und Betriebsmodelle
- Qualitätsparameter und Servicelevels
- Abhängigkeiten von Anbietern
Die Ergebnisse werden in einer Digitalen-Dienste-Landkarte zusammengeführt, die Transparenz über die bestehende Dienstlandschaft schafft und Potenziale für Kooperationen sichtbar macht.
Anforderungsanalyse digitaler Dienste
Aufbauend auf der Bestandsaufnahme werden Bedarfe und Anforderungen der Hochschulen an digitale Dienste analysiert.
Im Fokus stehen unter anderem:
- Nutzungsszenarien und Anwendungsfälle
- technische Anforderungen
- organisatorische Rahmenbedingungen
- Datenschutz und Informationssicherheit
- Betriebs- und Einführungsaufwände
Die Ergebnisse werden in Form von Anforderungsdokumentationen, Nutzungsszenarien und Betriebskonzepten aufbereitet.
Rahmenwerk für ein Digitale-Dienste-Portfolio
Ein zentrales Ergebnis des Projekts ist die Entwicklung eines Rahmenwerks für ein gemeinsames Digitale-Dienste-Portfolio der sächsischen Hochschulen.
Das Rahmenwerk umfasst unter anderem:
- Struktur und Taxonomie digitaler Dienste
- Definition gemeinsamer Qualitäts- und Serviceparameter
- Kriterien zur Entscheidung zwischen zentralen und dezentralen Diensten
- Governance-, Betriebs- und Finanzierungsmodelle
- rechtliche und organisatorische Rahmenbedingungen
Damit entsteht eine strategische Grundlage für die zukünftige Zusammenarbeit bei digitalen Diensten.
Initiierung von Umsetzungsprojekten
Auf Basis der erarbeiteten Analysen und Konzepte werden konkrete Umsetzungsprojekte für gemeinsame digitale Dienste initiiert.
Dabei werden:
- priorisierte Dienste identifiziert
- Nutzungsszenarien und Betriebsmodelle entwickelt
- Projektanträge für gemeinsame Dienste vorbereitet
- Kooperationsmodelle zwischen Hochschulen definiert.
Ziel ist es, ausgewählte digitale Dienste hochschulübergreifend bereitzustellen oder gemeinsam zu betreiben.
Das Projekt schafft die Grundlage für eine stärker koordinierte und effizientere Nutzung digitaler Dienste an den sächsischen Hochschulen. Durch die systematische Erfassung der bestehenden IT-Dienste und die Entwicklung eines gemeinsamen Digitale-Dienste-Portfolios wird erstmals eine transparente Übersicht über vorhandene Lösungen, Bedarfe und mögliche Synergiepotenziale geschaffen.
Für die Hochschulen ergeben sich daraus mehrere konkrete Vorteile:
- mehr Transparenz über vorhandene IT-Dienste und deren Einsatz an den Hochschulen
- effizientere Beschaffungsprozesse durch abgestimmte Anforderungen und mögliche gemeinsame Beschaffungen
- Entwicklung gemeinsamer Betriebsmodelle für ausgewählte Dienste, etwa in Form zentral bereitgestellter Services oder koordinierter Betriebsstrukturen
- Reduktion paralleler Lösungen durch eine bessere Abstimmung und Konsolidierung der bestehenden Dienstlandschaft
- stärkere hochschulübergreifende Kooperation im IT-Bereich, insbesondere bei Planung, Einführung und Betrieb digitaler Dienste.
Darüber hinaus ermöglichen das im Projekt entwickelte Digitale-Dienste-Portfolio sowie die dazugehörigen Rahmenwerke und Entscheidungsgrundlagen eine strategische Priorisierung und zeitliche Planung der Einführung neuer digitaler Dienste. Auf dieser Grundlage können Dienste mit hohem Nutzenpotenzial identifiziert, abgestimmt priorisiert und schrittweise als sachsenweite Lösungen umgesetzt werden.
Langfristig können durch diese Zusammenarbeit Synergien genutzt, Kosten reduziert und gleichzeitig Qualität, Verfügbarkeit und Sicherheit digitaler Dienste an den sächsischen Hochschulen verbessert werden.
Im Projekt wird eine hochschulübergreifende Arbeitsgruppe Digitale-Dienste-Portfolio etabliert.
Die Arbeitsgruppe:
- identifiziert relevante digitale Dienste
- erfasst Anforderungen der Hochschulen
- entwickelt Konzepte für gemeinsame Dienste
- erarbeitet Impulse für die Weiterentwicklung des Diensteportfolios.
Vertreterinnen und Vertreter aller staatlichen Hochschulen Sachsens sollen an der Arbeitsgruppe beteiligt werden.
Ein Steuerungskreis übernimmt die strategische Priorisierung der Arbeiten im Projekt.
Aufgaben des Steuerungskreises:
- Bewertung des Projektfortschritts
- Priorisierung digitaler Dienste
- Entscheidung über mögliche Umsetzungsprojekte
Der Steuerungskreis arbeitet in enger Abstimmung mit dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus sowie dem Arbeitskreis Digitalisierung.

Technische Universität Dresden
Projektleitung

Universität Leipzig
Projektpartner. Lead AP5 – Rahmenwerk Digitale-Dienste-Portfolio sächsischer Hochschulen

Technische Universität Chemnitz
Projektpartner, Lead AP4 – Anforderungsanalyse Digitale Dienste

Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus
Zuwendungsgeber

Geschäftsstelle des Arbeitskreises Digitalisierung der Landesrektorenkonferenz Sachsen
Koordinationsstelle
Die geplante Projektlaufzeit beträgt zwei Jahre, beginnend ab dem 01.10.2024.
Herr Andreas Hauffe
CIDS – Center for Interdisciplinary Digital Sciences
Support Center Digitalisierung
Koordination Digitalisierung und IT-Services
E-Mail: andreas.hauffe@tu-dresden.de