
An Hochschulen entstehen im Rahmen modularisierter Studiengänge zahlreiche Daten zu Studiengängen, Modulen und Lehrveranstaltungen, die verwaltet, aktualisiert und transparent bereitgestellt werden müssen. Viele dieser Prozesse werden bisher durch unterschiedliche Systeme oder sogar manuell über Dokumente unterstützt, was Abstimmungen erschwert und zu ineffizienten Arbeitsabläufen führt.
Das Projekt „Moduldatenbank Sächsischer Hochschulen: Aufbau und Integrationen für die Campusentwicklung (MOSAIC)“ verfolgt daher das Ziel, eine zentrale digitale Moduldatenbanklösung für sächsische Hochschulen zu entwickeln. Diese soll als integrierte Plattform dienen, auf der Informationen zu Studiengängen, Modulen und Lehrveranstaltungen gebündelt verwaltet und für verschiedene Anwendungen bereitgestellt werden können.
Die neue Lösung unterstützt insbesondere Prozesse im Studiengangsmanagement und in der Studiengangsentwicklung, die bisher durch bestehende Campusmanagementsysteme nur eingeschränkt abgebildet werden können. Durch die Zusammenführung relevanter Daten an einer zentralen Stelle wird die Transparenz erhöht und gleichzeitig die Planung und Abstimmung zwischen Fakultäten, Studiengängen und Hochschulen erleichtert.
Das Projekt verfolgt mehrere zentrale Zielsetzungen:
- Entwicklung einer integrierten Moduldatenbanklösung für sächsische Hochschulen
- Unterstützung der Studiengangsentwicklung und administrativer Hochschulprozesse
- Verbesserung der Transparenz über Studienangebote, Module und Lehrveranstaltungen
- Vereinfachung von Abstimmungs- und Genehmigungsprozessen in der Studienorganisation
- Integration der neuen Lösung in bestehende Systeme wie HISinOne oder CampusNet durch geeignete Schnittstellen.
Durch diese Maßnahmen sollen sowohl administrative Prozesse effizienter gestaltet als auch die Informationsbereitstellung für Studierende und Studieninteressierte verbessert werden.
Das Projekt MOSAIC gliedert sich in mehrere zentrale Arbeitsschritte.
Erarbeitung eines Anforderungskatalogs
Zu Beginn werden die Anforderungen der beteiligten Hochschulen an eine integrierte Moduldatenbank systematisch erfasst und konsolidiert.
Dabei werden unter anderem berücksichtigt:
- bestehende technische Lösungen und Systeme
- hochschulspezifische Anforderungen an Modul- und Studiengangsdaten
- Prozessanforderungen im Studiengangsmanagement
- Möglichkeiten zur Integration in bestehende IT-Systeme.
Das Ergebnis ist ein detaillierter Anforderungskatalog, der als Grundlage für die Entwicklung der Moduldatenbank dient.
Entwicklung der Moduldatenbanklösung
Auf Grundlage des Anforderungskatalogs wird eine integrierte Softwarelösung entwickelt, die die Verwaltung und Weiterentwicklung von Studiengängen, Modulen und Lehrveranstaltungen unterstützt.
Die Plattform wird so gestaltet, dass sie:
- als zentrales Datensystem für modulbezogene Informationen fungieren kann
- über APIs Schnittstellen zu bestehenden Campusmanagementsystemen bereitstellt
- flexibel an die spezifischen Anforderungen einzelner Hochschulen angepasst werden kann.
Entwicklung von Betriebs- und Sicherheitskonzepten
Parallel zur technischen Entwicklung werden Konzepte für den Betrieb, die Wartung und den Support der Moduldatenbank erarbeitet.
Dazu gehören:
- ein nachhaltiges Betriebs- und Wartungsmodell
- ein Sicherheits- und Datenschutzkonzept gemäß DSGVO
- Schulungsangebote und Supportstrukturen für die zukünftigen Nutzerinnen und Nutzer der Plattform.
Implementierung und Datenmigration
In der abschließenden Projektphase wird die Moduldatenbank an den beteiligten Hochschulen implementiert.
Dabei erfolgen:
- die Migration vorhandener Daten aus bestehenden Systemen
- die Integration der Moduldatenbank in die IT-Landschaften der Hochschulen
- die Durchführung von Schulungen und Qualitätssicherungsmaßnahmen vor der Inbetriebnahme.
Die Entwicklung einer gemeinsamen Moduldatenbank bietet vielfältige Vorteile für Hochschulen, Lehrende und Studierende:
- effizientere Verwaltungs- und Abstimmungsprozesse im Studiengangsmanagement
- zentrale Übersicht über Studienangebote, Module und Lehrveranstaltungen
- verbesserte Planbarkeit des Studiums für Studierende
- Unterstützung der Weiterentwicklung von Studiengängen
- bessere Integration in bestehende IT-Systeme der Hochschulen
- Grundlage für zukünftige Kooperationen, etwa bei hochschulübergreifenden Studienangeboten oder Anerkennungsprozessen.
Darüber hinaus ermöglicht die Plattform perspektivisch auch eine bessere Unterstützung der internationalen Studierendenmobilität, beispielsweise durch die Anbindung an die Plattform für internationale Studierendenmobilität (PIM).
Die Technische Universität Dresden übernimmt die Projektleitung und stellt die Gesamtkoordination des Projekts sicher.
Am Projekt beteiligt sind:
- Hochschule für Bildende Künste Dresden
- Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden
- Hochschule Mittweida
- Universität Leipzig
- Westsächsische Hochschule Zwickau
- Technische Universität Dresden.
Darüber hinaus wird das ERP-Kompetenzzentrum Sächsischer Hochschulen (KSH) in das Projekt eingebunden, um insbesondere die Entwicklung von Schnittstellen und die Integration in bestehende IT-Systeme zu unterstützen.
Das Projekt läuft von Oktober 2024 bis September 2026.
