Wissenschaftliche Bibliotheken stehen vor der Herausforderung, sich an eine zunehmend dynamische und komplexe Informationslandschaft anzupassen. Digitale Medien, verteilte Datenquellen und neue Anforderungen der Nutzenden erfordern leistungsfähige Rechercheoberflächen, die unterschiedliche Informationsressourcen zentral zugänglich machen.

Das Projekt verfolgt daher das Ziel, die vollumfängliche Funktionsfähigkeit des Discovery-Portals „finc“ (find in catalog) für die beteiligten Hochschulbibliotheken zu realisieren und dieses als zentrale Suchoberfläche für sämtliche angebotenen Informationsressourcen bereitzustellen. Dabei werden insbesondere die lokalen Bibliothekssysteme mit ihren Benutzer- und Exemplardaten in das finc-Katalogfrontend integriert. Die technische Entwicklung und Betreuung dieser Anbindung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Universitätsbibliothek Leipzig (UBL), die das finc-System entwickelt und betreibt. 

Übergeordnetes Ziel ist es, eine vollumfängliche Funktionsleistung des Discovery Portal finc-Katalogs (find in catalog) zu erreichen und als einzige Suchoberfläche zu den vielfältig angebotenen Informationsressourcen der drei projektbeteiligten Hochschulbibliotheken den Nutzenden zur Verfügung zu stellen. Die technische Anbindung der lokalen Bibliothekssysteme samt Benutzer- und Exemplardaten der Hochschulbibliotheken an das finc-Katalogfrontend entwickelt und verwaltet die Universitätsbibliothek Leipzig (UBL).

Jede der drei beteiligten Kunst- und Musikhochschulen verfügt über eine individuell entwickelte finc-Plattform, die gemeinsam mit dem Entwicklerteam der Universitätsbibliothek Leipzig aufgebaut wurde. Durch das Projekt sollen diese Systeme vollständig an die lokalen Bibliothekssysteme angebunden und die Discovery-Funktionalitäten umfassend nutzbar gemacht werden. 

Das Projekt verfolgt mehrere zentrale Zielsetzungen:

  • Bereitstellung des Discovery-Portals finc als zentrale Rechercheoberfläche für alle Informationsressourcen der beteiligten Bibliotheken
  • Integration der lokalen Bibliothekssysteme einschließlich Benutzer- und Exemplardaten in das finc-Frontend
  • Modernisierung der bestehenden Bibliotheksinfrastruktur durch modulare, offene und zukunftsfähige Systeme
  • Verbesserung der Recherche- und Zugriffsmöglichkeiten für Nutzende
  • Stärkung der hochschulübergreifenden Kooperation zwischen den beteiligten Bibliotheken und der Universitätsbibliothek Leipzig.

Damit trägt das Projekt dazu bei, Bibliotheksdienste flexibler, effizienter und nutzerfreundlicher zu gestalten und die digitale Infrastruktur der Hochschulbibliotheken nachhaltig zu modernisieren.

Das Projekt ist in drei aufeinander aufbauende Projektphasen gegliedert.

Erste Projektphase – Lokalsystemanbindung und Cloud-Migration

In der ersten Projektphase bis März 2025 erfolgt die Lokalsystemanbindung des finc-Katalogfrontends der Bibliothek der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig.

Parallel dazu wird in der Bibliothek der Hochschule für Bildende Künste Dresden die bestehende On-Premise-Installation des Bibliothekssystems Libero auf eine Cloud-Service-Installation umgestellt. Diese Migration bildet die technische Grundlage für die spätere Integration in das finc-System.

Zweite Projektphase – Systemmigration und weitere Anbindung

In der zweiten Projektphase von April 2025 bis September 2025 wird die Lokalsystemanbindung des finc-Frontends für die Bibliothek der Hochschule für Bildende Künste Dresden umgesetzt.

Parallel dazu erfolgt an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden die Migration vom bisherigen Bibliothekssystem Exlibris Alephino auf ein neues Lokalsystem (z. B. Koha oder FOLIO). Diese Umstellung bildet die Voraussetzung für die spätere Integration in das Discovery-System.

Dritte Projektphase – Anbindung der Musikhochschulbibliothek

In der dritten Projektphase von Oktober 2025 bis September 2026 erfolgt schließlich die Lokalsystemanbindung des finc-Katalogfrontends der Bibliothek der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden.

Damit werden alle drei beteiligten Bibliotheken vollständig in das Discovery-Portal integriert und können ihren Nutzenden eine einheitliche Rechercheoberfläche zur Verfügung stellen.

Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der digitalen Bibliotheksinfrastruktur und bietet mehrere Vorteile:

  • zentrale Rechercheplattform für vielfältige Informationsressourcen
  • modernisierte Bibliothekssysteme durch offene und modulare Technologien
  • effizientere Bibliotheksprozesse und bessere Integration digitaler Ressourcen
  • verbesserte Benutzerfreundlichkeit und Suchmöglichkeiten für Studierende, Forschende und Lehrende
  • Stärkung der Kooperation zwischen Hochschulbibliotheken und gemeinsamen technischen Plattformen.

Durch die Nutzung einer gemeinsamen Discovery-Technologie können Synergien zwischen den Bibliotheken geschaffen und langfristig nachhaltige digitale Infrastrukturen aufgebaut werden.

Die Bibliothek der Hochschule für Bildende Künste Dresden übernimmt die Projektleitung.

Beteiligte Projektpartner sind:

  • Bibliothek der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig
  • Bibliothek der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden

Die technische Umsetzung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Universitätsbibliothek Leipzig, die das Discovery-System finc entwickelt und betreibt. 

Das Projekt beginnt im Oktober 2024 und hat eine Laufzeit von zwei Jahren. Der geplante Projektabschluss ist der 30. September 2026.